Europas Krisen

Kampf gegen den Terror

Weniger als drei Jahre nach den Anschlägen auf das World Trade Center und das Pentagon in den USA schlagen Al-Kaida-Terroristen in Madrid zu. Mit 192 Toten und mehr als 2.000 Verletzten sind die zehn koordinierten Explosionen der bisher schwerste Anschlag von Islamisten auf EU-Boden.

Seit etwa 2013 hat Al-Kaida als islamistische Kampforganisation ihre Führungsrolle an den IS verloren.

Der Sicherheits-Experte Peter Neumann vom King’s College in London über die Vernetzung der Terroristen

Peter Neumann sieht inzwischen durchaus auch eine organisatorische Rolle der IS-Führung, die versuche, gezielt Kommandos zusammenzustellen, die im Einflussgebiet des IS ausgebildet würden, um nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatländer Anschläge zu planen und durchzuführen.

Gefährdete Staaten

Schon vor den Anschlägen auf den Brüsseler Flughafen und die U-Bahn-Station Maelbeek im März 2016 hatte das britische Außenministerium, basierend auf den Analysen des Geheimdienstes MI5, das Terrorrisiko in Belgien als "hoch" eingestuft.

Damit liegt Belgien, ebenso wie Frankreich, Deutschland, Spanien und Großbritannien nach Einschätzung des MI5 auf einer Sicherheitsstufe wie die Krisengebiete Indien, Pakistan, die meisten Nahost-Staaten oder Somalia. EU-Staaten wie Luxemburg, die Niederlande, Tschechien oder die Slowakei gelten als relativ sicher.