Europas Krisen

Flüchtlinge – willkommen in Europa?

Millionen ohne Heimat

Sie kommen aus Syrien, Afghanistan oder Südsudan und fliehen vor Krieg, Terrorismus und Gewalt. In Europa, so hoffen die Flüchtlinge, gibt es ein friedlicheres, ein besseres Leben. Dafür machen sie sich auf einen langen, oft gefährlichen und beschwerlichen Weg und lassen in ihrer Heimat fast alles zurück: Freunde und Familie, Schule oder Arbeit, die eigene Sprache, Kultur und vieles Vertrautes.

Jede Sicherheit ist für sie verloren - für eine vage Hoffnung vom Neuanfang. Das UN- Flüchtlingshilfswerk UNHCR meldet in seinem Jahresbericht „Global Trends“ einen neuen Höchststand: 2016 waren weltweit etwa 65,6 Millionen Menschen auf der Flucht. Im Vergleich dazu waren es ein Jahr zuvor 65,3 Millionen Menschen und 2005 rund 37,5 Millionen Menschen. Ein steter Anstieg in den letzten Jahren.

Menschen weltweit auf der FluchtFlüchtlinge verlassen ihre Heimat, Angaben in Millionen

Menschen weltweit auf der Flucht
UNHCR, Stand 2016

Konflikte, Kämpfe, Anschläge – ein instabiles, gefährliches Leben wie zum Beispiel in Syrien, Irak, Südsudan, Afghanistan, Somalia, Burundi, Jemen, Ukraine oder Myanmar zwingt die Menschen zur Flucht. Sie verlassen ihre Heimat und suchen Schutz in anderen Regionen oder auch in Nachbarländern – aber auch in der Fremde wie zum Beispiel in Europa. Noch nie gab es so große Fluchtbewegungen zwischen Kontinenten wie derzeit.